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Huber/Seidl scheitern bei der EM an der “Todesgruppe”

Gepostet am 5. Juni 2016

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Trotz guter Leistungen in den ersten beiden Gruppenspielen, schaffen Xandi Huber & Robin Seidl bei der Europameisterschaft in Biel (SUI) nicht den Sprung aus der Gruppenphase und schieden heute als 25. aus! Mit einem hart erkämpften 2:1 Sieg gegen Erdmann/Matysik (GER) gelang den zwei Kärntnern der perfekte Start ins Turnier. An Tag 2 brachten sie die topgesetzten Vizeweltmeister und frisch gebackenen Grand Slam Sieger aus Holland Nummerdor/Varenhorst an den Rand einer Niederlage. Doch all das brachte wenig in der Endabrechnung. Die heutige Niederlage gegen die überraschenden Gruppensieger aus Russland Barsouk/Liamin besiegelte das Aus auf Grund des schlechteren Point Ratios gegenüber den Deutschen. Bitteres Detail am Rande: letzte Saison, vor einer Regeländerung zur Berechnung der Gruppenplatzierungen, wären sie in ihrem Pool noch aufgestiegen.

Für Xandi war bereits vor dem Turnier klar, dass diesmal schon die Gruppenspiele entscheidend sein werden: “Wir haben gewusst, dass der schwierigste Teil der EM sein wird, es aus unserer Todesgruppe raus zu schaffen. Ein Top-Team oder wir würden auf der Strecke bleiben. Dass es jetzt doch noch genau uns erwischt hat ist schon sehr enttäuschend. Es war vorherzusehen, dass man sich in unserer Gruppe keinen Ausrutscher leisten darf, leider ist uns genau dieser heute passiert und nachdem auch die anderen Spiele nicht zu unseren Gunsten ausgegangen sind war unser Ausscheiden besiegelt. Zwischen einem 25. und einem 5. Platz hätte bei dieser EM glaube ich leistungsmäßig kein großer Unterschied bestanden.” Immerhin haben er und Robin gegen zwei der Topfavoriten einen Sieg geholt (21:15, 18:21, 16:14 gegen Deutschland) und nur eine knappe Niederlage (26:28, 15:21 gegen Holland) einstecken müssen. Lediglich im letzten Gruppenspiel war Coach Voggenberger nicht ganz zufrieden mit der Leistung: “Die Russen haben mit ihren ungleichmäßigen Leistungen die gesamte Gruppe auf den Kopf gestellt. Am Video vom gestrigen Spiel waren sie schwach, heute und gegen Holland unantastbar. Wir haben sie mit dem Service zu wenig unter Druck gesetzt und die wenigen Punktchance, die wir uns erarbeitet haben, haben wir nicht genutzt!”

Auch bei Robin war die Enttäuschung nach dem heutigen 16:21 & 17:21 gegen Russland groß: “Wir hätten uns hier mehr verdient gehabt. Zwischen Gruppensieg und Ausscheiden liegen nur wenige Punkte. Wenn wir gestern gegen Nummerdor/Varenhorst im ersten Satz den Sack zugemacht hätten, würden wir jetzt vielleicht von der Gruppenspitze lachen. Wir haben uns auf jeden Fall gut verkauft, aber es tut schon verdammt weh jetzt nicht mehr dabei zu sein.” Die volle Konzentration des Duos gilt ab sofort dem Continental-Cup in drei Wochen, bei dem eines der letzten Olympiatickets vergeben werden!

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